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KNX im Neubau - Bus, ETS, Komponenten

KNX als herstelleroffener Standard für Smart Home im Neubau 2026: Topologie, Komponenten, ETS-Programmierung, KNX Secure und realistische Kosten.

Hausbau Journal Redaktion
Stand: 29. April 2026 21 Min Lesezeit
KNX-Aktoren und Buskoppler in einem Verteilerschrank
KNX-Bus-Verkabelung und Aktoren im Verteilerschrank - der herstelleroffene Standard für Smart Home.
500+
KNX-Anbieterherstelleroffen
30+ J.
LebensdauerISO-Standard
12-25 T€
Mehrkosten Basis140 m² EFH

KNX-Grundlagen

KNX entstand 1999 aus dem Zusammenschluss dreier Vorgänger-Standards (EIB - European Installation Bus, EHS - European Home Systems, BatiBUS) zur einheitlichen KNX Association mit Sitz in Brüssel. Heute weltweit führender Standard für Gebäudeautomation. Über 500 zertifizierte Hersteller, jährlich neue Komponenten, kontinuierliche Standard-Weiterentwicklung.

Was kann KNX?

  • Beleuchtung: Schalten, Dimmen, RGB/RGBW, DALI-Vorschaltgeräte.
  • Heizung: Einzelraum-Regelung, Heizkreis-Verteilung, FBH-Stellantriebe.
  • Beschattung: Rollladen, Jalousien, Markisen mit Wetterstation-Steuerung.
  • Wetterstation: Wind, Regen, Sonne, Helligkeit als Input.
  • Audio Multiroom: KNX-Medienserver mit Streaming-Anbindung.
  • Sicherheit: Alarm-Anbindung, Bewegungsmelder doppelt genutzt.
  • Energie-Management: PV-, WP-, Wallbox-Steuerung.
  • Türsprechanlage: KNX-IP-Kameras, Klingeln auf Display.

Bus-Topologie KNX

KNX kennt drei Bus-Übertragungswege:

KNX TP (Twisted Pair)

Standard im Neubau. Zwei-paariges, geschirmtes Kabel J-Y(St)Y 2 x 2 x 0,8 mm² (KNX-zertifiziert). Bus-Spannung 30 V DC, Bus-Strom kommt von Spannungsversorgung im Verteiler. Bis zu 64 Geräte pro Linie, max. 1.000 m Linie, max. 350 m zwischen 2 Geräten. Linien können über Linien-Koppler verbunden werden zu einem Bereich (15 Linien), Bereiche zum System (15 Bereiche).

KNX IP

Über Ethernet/LAN. Ergänzt TP-Bus oder ersetzt diesen für die Linie zum Server. Im Neubau primär für Verbindung zur Visualisierung, Anbindung an externe Systeme (PV-Wechselrichter, Smart-Meter-Gateway). Schneller (10/100 MBit/s vs. 9,6 kBit/s TP), aber weniger robust gegen Stromausfall.

KNX RF (Funk)

868 MHz Funk-Variante. Sinnvoll für nachträgliche Erweiterung im Bestand oder für mobile Anwendungen. Im Neubau selten - Bus läuft günstiger und stabiler.

Topologie-Plan im 140 m² EFH

  • 1 Linie für Standard-EFH (bis 64 Geräte).
  • Verteilerschrank im HWR als Linien-Zentrale mit Spannungsversorgung 640 mA.
  • Bus-Topologie: Linie/Stern - vom Verteiler durch alle Räume.
  • KNX/IP-Router für Visualisierungs-Anbindung.

KNX-Komponenten

Eine KNX-Anlage besteht aus Aktoren, Sensoren und Systemkomponenten.

Aktoren (Verteiler-seitig)

  • Schaltaktoren 4-/8-/16-fach: für Beleuchtung, Steckdosen-Schaltung.
  • Dimmaktoren: Universal-Dimmer für LED, Glühlampe, Halogen.
  • Jalousie-Aktoren 4-/8-fach: für Rollladen, Jalousien, Markisen.
  • Heizungsaktoren 6-/12-fach: für FBH-Stellantriebe.
  • DALI-Gateways: für DALI-Beleuchtungssteuerung mit RGB/RGBW.
  • Logikbausteine: für komplexe Verknüpfungen.

Sensoren (Wand-seitig)

  • Bus-Taster: 1-/2-/4-/8-fach mit programmierbaren Funktionen.
  • Bewegungsmelder: Decken- oder Wand-Montage, Helligkeits-Sensor integriert.
  • Präsenzmelder: Hochempfindlich für Anwesenheit, ohne Bewegung.
  • Raumtemperatursensoren: für Einzelraum-Regelung.
  • Wetterstation: Aussen mit Wind, Regen, Sonne, Helligkeit.
  • Glasbruch-Sensoren, Wassermelder, Rauchmelder: für Sicherheit.

Systemkomponenten

  • KNX-Spannungsversorgung 640 mA: 1 Stück pro Linie.
  • Linien-Koppler: bei mehrlinigem System.
  • KNX/IP-Router: für IP-Backbone und Visualisierung.
  • USB-Programmierschnittstelle: für ETS-Programmierung.
  • KNX-Tableau: Wand-Display mit Visualisierung.

ETS-Programmierung

Die ETS (Engineering Tool Software) ist die zentrale Programmier-Software für KNX. Vom KNX-Systemintegrator bedient.

ETS-Versionen 2026

  • ETS 6 Lite: bis 20 Geräte, ca. 200 Euro Lizenz.
  • ETS 6 Home: bis 64 Geräte, ca. 200 Euro.
  • ETS 6 Professional: unlimitiert, ca. 1.250 Euro Lizenz.
  • ETS Inside: Cloud-basierte Variante für End-User-Programmierung.

Programmierschritte

  1. Topologie-Plan mit Linien, Bereichen.
  2. Geräte importieren aus Hersteller-Produktdatenbank.
  3. Gruppenadressen für Funktionen (z.B. Wohnzimmer/Licht/Schalten).
  4. Verknüpfungen Sensor zu Aktor.
  5. Parameter pro Gerät (Dimm-Verhalten, Schwellwerte).
  6. Inbetriebnahme: Programmierung in Geräte laden.
  7. Test: alle Funktionen prüfen, Logikketten verifizieren.

Lohnstunden ETS-Programmierung

25-60 Stunden im 140 m² EFH, à 75-110 Euro pro Stunde, summiert 2.000-6.500 Euro netto.

Visualisierung

Visualisierung ist die Bedienoberfläche fürs Smart Home. Hersteller-übergreifend gibt es mehrere Optionen:

Hersteller-Lösungen

  • Gira HomeServer: Premium-Lösung mit Web- und App-Visualisierung. 1.500-4.000 Euro.
  • MDT VisuPro: günstigere Alternative, intuitiv konfigurierbar. 800-2.000 Euro.
  • JUNG Smart Visu Server: mit JUNG-Komponenten kompatibel. 1.200-3.000 Euro.
  • ETS Inside: für End-User mit Tablet, Cloud-basiert.

Open-Source-Alternativen

  • Home Assistant: mit knx-python plugin, sehr flexibel. Server: Raspberry Pi 5 ab 100 Euro.
  • openHAB: Java-basiert, mit KNX-Binding.
  • ioBroker: Node.js-basiert, mit KNX-Adapter.

Wand-Tableau

  • Gira G1: 5,8 Zoll Display mit KNX-Anbindung. 800-1.200 Euro.
  • MDT Visu-Display: 7-10 Zoll, modernes Design. 600-900 Euro.
  • iPad Wand-Halterung: Standard-iPad als Display, App lädt Visu. 500-900 Euro plus iPad.

KNX Secure

KNX Secure verschlüsselt Bus-Telegramme und schützt vor Manipulation. Pflicht für sicherheitsrelevante Funktionen (Schliessanlage, Alarm).

Was KNX Secure umfasst

  • KNX Data Secure: verschlüsselte Telegramme zwischen Geräten.
  • KNX IP Secure: verschlüsselte IP-Kommunikation.
  • FDSK (Factory Default Setup Key): Schlüssel pro Gerät, beim Onboarding gesetzt.

Mehrkosten KNX Secure

5-15 Prozent Mehrkosten gegenüber Standard-KNX. Empfohlen für Voll-Smart-Home-Setups mit Sicherheits-Funktionen, optional bei reinen Beleuchtungs-/Heizungs-Setups.

KNX und Cloud-Integration

2026 wird KNX zunehmend mit Cloud-Diensten integriert.

  • Apple HomeKit: über KNX/IP-Router und HomeKit-Brücke (Gira X1, Eve Bridge).
  • Google Home / Alexa: über IFTTT oder Hub-Software.
  • Matter: KNX-Matter-Brücke (in Entwicklung).
  • OpenWeatherMap, Tibber API: für Wetter- und Strompreis-Daten.

Planung im Neubau

Phase 1: Pflichtenheft

  • Funktions-Wunschliste (Beleuchtungs-Szenen, Rollladen-Automatik, Einzelraum-Heizung).
  • Erweiterungs-Optionen (Audio Multiroom, Sicherheit, Energie-Management).
  • Visualisierungs-Wunsch (App, Tableau, Tablet).

Phase 2: Werkplanung

  • Bus-Schema mit Linien-Topologie.
  • Aktor-Verzeichnis mit Stromkreis-Belegung.
  • Sensor-Plan mit Position und Typ.
  • Verteilerschrank-Layout mit KNX-Komponenten.

Phase 3: Installation

  • Bus-Verkabelung im Rohbau zusammen mit Strom.
  • Verteilerschrank-Aufbau im HWR.
  • Sensoren und Taster nach Verputz.

Phase 4: Inbetriebnahme

  • ETS-Programmierung durch Systemintegrator.
  • Funktionstest pro Raum.
  • Visualisierung konfigurieren.
  • Bauherren-Einweisung.

Kosten 2026 im Detail

SetupFunktions-TiefeKosten netto
KNX-BasisBeleuchtung Schalten, FBH-Einzelraum, Rollladen12.000-25.000 €
KNX-Komfortplus Dimmen, Wetterstation, einfache Visualisierung20.000-35.000 €
KNX-Vollplus Multiroom-Audio, Sicherheits-Anbindung, Tableau30.000-50.000 €
KNX-Premiumplus PV-/WP-/Wallbox-Integration, KNX Secure50.000-90.000 €

Kostenzusammenstellung Basis

  • KNX-Komponenten (Aktoren, Sensoren, Systemkomponenten): 6.000-13.000 €
  • Bus-Verkabelung Material und Lohn: 1.500-3.500 €
  • ETS-Programmierung: 2.000-6.500 €
  • Visualisierung Basis: 1.000-2.500 €
  • Inbetriebnahme und Einweisung: 500-1.500 €
  • Gesamt: 11.000-27.000 €

Hersteller-Vergleich 2026

HerstellerStärkenPreisniveau
GiraPremium, hervorragende Designshoch
JUNGPremium, hochwertige Schalterprogrammehoch
BerkerMittelklasse, gute Designsmittel
Busch-JaegerMittelklasse, marktbreitmittel
MDTgünstig, hohe Funktionalitätniedrig
ABBIndustrie-Qualität, robustmittel-hoch
ThebenSensoren-Spezialistmittel
HagerAktoren mit Verteiler-Integrationmittel

Häufige Fehler beim KNX

  • Bus-Verkabelung im Neubau weggelassen. Nachrüsten wäre 4.000-12.000 Euro.
  • System ohne Pflichtenheft gestartet. ETS-Programmierung wird teure Improvisation.
  • Zu wenig Spannungsversorgung dimensioniert. 640 mA reicht für 64 Geräte - bei mehr Geräten zweite Spannungsversorgung.
  • Linien-Limit ignoriert. Bei mehr als 64 Geräten Linienkoppler zwischenschalten.
  • Hersteller-Mix mit unklarer Logik-Kompatibilität. Im Standard-Funktionsbereich kein Problem, bei spezifischen Logikfunktionen Hersteller-spezifisch.
  • Keine Visualisierung eingeplant. Bedienung nur per Wand-Taster ist im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäss.
  • Programmierung ohne Doku. ETS-Projekt-Datei und Bedienungsanleitung Pflicht.
  • Updates nicht eingeplant. Hersteller-Firmware-Updates sollten regelmässig eingespielt werden.
  • KNX Secure bei Sicherheits-Funktionen ignoriert. Standard-Bus ist kompromittierbar.
  • Bauherren-Einweisung zu kurz. 2-4 Stunden Einweisung mindestens.

Checkliste KNX im Neubau

  • Pflichtenheft mit Funktions-Liste erstellt.
  • Werkplanung mit Bus-Schema und Aktor-Verzeichnis.
  • Bus-Kabel zu jedem Sensor/Aktor.
  • Verteilerschrank mit ausreichend Reihen für Aktoren.
  • KNX-Spannungsversorgung 640 mA mindestens.
  • KNX/IP-Router für Visualisierungs-Anbindung.
  • Visualisierung gewählt (Hersteller oder Open Source).
  • Wand-Tableau-Position eingeplant.
  • ETS-Systemintegrator beauftragt (KNX-Partner).
  • KNX-Secure-Entscheidung getroffen.
  • PV-/WP-/Wallbox-Schnittstellen vorbereitet.
  • Inbetriebnahme-Test mit allen Funktionen dokumentiert.

ETS-Programmierung vertieft

Die ETS (Engineering Tool Software) ist das zentrale Werkzeug für jeden KNX-Systemintegrator. Im April 2026 ist ETS 6.4 die aktuelle Version.

ETS-Versionen und Lizenzen

  • ETS 6 Lite: bis 20 Geräte, ca. 200 Euro Lizenz - für sehr kleine Anwendungen.
  • ETS 6 Home: bis 64 Geräte, ca. 200 Euro - typisches Wohn-EFH.
  • ETS 6 Professional: unlimitiert, ca. 1.250 Euro - für Profi-Systemintegratoren.
  • ETS Inside: Cloud-basierte Variante für End-User-Programmierung kleiner Setups.
  • ETS Apps: Erweiterungen wie Diagnose, Visualisierung, Simulation.

Programmier-Workflow

  1. Topologie-Plan: Linien, Bereiche, Geräte-Adressen.
  2. Geräte importieren: aus Hersteller-Produktdatenbanken.
  3. Gruppenadressen vergeben: 3-stellig oder 2-stellig (Schwellen-Adresse, Funktion, Endpunkt).
  4. Verknüpfungen Sensor zu Aktor: Drag-and-Drop in ETS.
  5. Geräte-Parameter: Dimm-Verhalten, Schwellwerte, Verzögerungen.
  6. Inbetriebnahme: Programmierung in Geräte laden via USB- oder IP-Schnittstelle.
  7. Test pro Funktion: Tasten drücken, Aktoren beobachten.
  8. Doku übergeben: ETS-Projekt-Datei plus Bedienungsanleitung an Bauherr.

Gruppenadress-Schema

Ein gut strukturiertes Gruppenadress-Schema erleichtert spätere Erweiterung. Standard 3-stellig:

  • Hauptgruppe (1-31): Funktions-Bereiche - z.B. 0=Beleuchtung, 1=Heizung, 2=Rollladen, 3=Sicherheit.
  • Mittelgruppe (1-7): Etage oder Bereich - z.B. 0=Aussen, 1=Keller, 2=EG, 3=OG, 4=Dachgeschoss.
  • Untergruppe (1-255): einzelne Funktion - z.B. 0=Schalten, 1=Dimmen, 2=Status.

KNX und PV-Integration

Die Verbindung zwischen KNX und PV-Anlage erfolgt über Modbus-Schnittstelle des Wechselrichters und KNX-Modbus-Gateway oder IP-basierte Anbindung.

Funktionen einer PV-KNX-Integration

  • PV-Erzeugung in Echtzeit auf KNX-Display anzeigen.
  • Wallbox-Lade-Modus bei PV-Überschuss aktivieren.
  • Wärmepumpe (SG-Ready) bei Überschuss in Heiz-Modus schalten.
  • Brauchwasser-Speicher bei Überschuss erwärmen.
  • Lastmanagement zwischen Wärmepumpe, Wallbox und Haushaltsgeräten.
  • Notstrom-Anbindung über Hausspeicher.

Fehlersuche in KNX-Anlagen

  • Bus-Spannung messen: 21-30 V DC, sonst Spannungsversorgung defekt.
  • Telegramm-Verkehr aufzeichnen: ETS-Diagnose-Funktion.
  • Geräte-Programmiermodus prüfen: Reset-Knopf 5 Sek drücken.
  • Linien-Last prüfen: max. 64 Geräte, sonst Linien-Koppler.
  • Gruppenadress-Konflikte: ein Aktor hört auf mehrere Sensoren.
  • Polung Bus-Klemmen: rot = +, schwarz = -.
  • Schirm-Erdung: nur einseitig erden (im Verteiler).

Hersteller-Detailvergleich

Gira

Premium-Hersteller mit hervorragenden Designs (ESPRIT, F100, Studio). HomeServer als Visualisierungs-Lösung. Deutsche Premium-Marke.

JUNG

Premium-Hersteller (LS Plus, A Creation, A Plus, A Flow). Smart Visu Server als Visualisierung. Hochwertig im Designer-Wohnen.

Berker

Mittelklasse plus Premium-Linie B.7 Glass. Solides Komponenten-Programm. Teil von Hager-Konzern.

Busch-Jaeger

Marktführer in Mittelklasse mit umfassendem Programm. Future linear, axcent, Reflex SI als Designlinien.

MDT

Günstig-Anbieter mit hoher Funktionalität. Aktoren mit guter Programmierbarkeit. Visu-Lösung VisuPro. Beliebt bei Tech-affinen Bauherren.

ABB

Industrie-Qualität, robust und zuverlässig. KNX-Komponenten gemeinsam mit Verteiler-Programm. International etabliert.

Theben

Sensoren-Spezialist mit Bewegungsmelder-Bereich. Bewegungsmelder, Präsenzmelder, Wetterstation als Stärken.

Hager

Aktoren mit Verteiler-Integration. Smart-Home-Lösung "Domovea" als Visualisierung. Mittelklasse-Premium.

Eltako

Funk-KNX-Hybrid. Eltako-Funk plus KNX-Anbindung. Praktisch bei Renovierung mit Bestand.

FAQ - KNX

Was ist KNX und warum lohnt es sich im Neubau?
KNX ist seit 1990 der weltweite ISO-Standard für Gebäudeautomation (ISO/IEC 14543-3). Über 500 Hersteller bauen KNX-Komponenten. Im Neubau 2026 lohnt sich KNX, weil die Bus-Verkabelung mitläuft, die Lebensdauer 30 plus Jahre beträgt und die Investition über mehr Komfort und Wert beim Hausverkauf zurückkommt.
Was ist die ETS-Software?
Die ETS (Engineering Tool Software) ist die zentrale Programmier-Software für KNX. Aktuelle Version ETS 6 (April 2026: ETS 6.4). Sie wird vom KNX-Systemintegrator genutzt, um Bus-Geräte zu konfigurieren. Lizenz-Kosten 200-1.250 Euro je nach Variante. Ohne ETS keine KNX-Programmierung.
Was kostet KNX im 140 m² EFH?
KNX-Basis (Beleuchtung, Heizung, Rollladen) 12.000-25.000 Euro netto Mehrkosten gegenüber konventioneller Installation. Voll-KNX mit Visualisierung, Multiroom, Sicherheit 25.000-50.000 Euro. Premium mit PV-/WP-/Wallbox-Integration 50.000-90.000 Euro.
Welche Hersteller sind 2026 relevant?
Bei Aktoren: ABB, Siemens, MDT, Hager, Theben, Gira, Jung, Berker, Eltako, Steinel. Bei Sensoren: ABB, Theben, Steinel, Busch-Jaeger, Gira, MDT. Bei Visualisierung: Gira HomeServer, MDT VisuPro, JUNG Smart Visu, ETS Inside. Plug-and-Play untereinander dank ETS-Standard - bei Mischbetrieb auf Hersteller-spezifische Logikfunktionen achten.
KNX Secure - ist das Pflicht 2026?
KNX Secure ist nicht zwingend Pflicht, aber bei sicherheitsrelevanten Funktionen (Alarm, Türsteuerung, Schliessanlage) sehr empfohlen. Mehrkosten gegenüber Standard-KNX 5-15 Prozent. Bei reinem Beleuchtungs-/Heizungs-Setup oft nicht nötig. Bei Voll-Smart-Home-Setup mit Sicherheitsfunktionen sinnvoll.
Hausbau Journal Redaktion

Der unabhängige Hausbau-Ratgeber für private Bauherren in Deutschland. Recherchiert aus Primärquellen, ergänzt durch eigene Bauerfahrung und Bauherren-Interviews. Mehr über die Redaktion →