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Glossar

Effizienzhaus 55

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet Effizienzhaus 55 beim Hausbau?

Das Effizienzhaus 55 war über viele Jahre das beliebteste KfW-geförderte Gebäudekonzept. Die „55" steht für 55 % des Primärenergiebedarfs des GEG-Referenzgebäudes (100 %). EH55 war deutlich besser als der GEG-Mindeststandard und trotzdem mit vertretbarem Mehraufwand erreichbar.

Typische EH55-Maßnahmen: U-Werte Außenwand 0,18-0,22 W/(m²K), Zweifach- oder Dreifachverglasung, Wärmepumpe oder Pelletheizung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Im Januar 2022 stoppte die KfW kurzfristig die EH55-Neubauförderung aufgrund der hohen Nachfrage und Budgetüberschreitung. Seitdem ist EH40 der Mindeststandard für KfW-Neubauförderung. EH55 existiert weiterhin als technischer Standard und wird von einigen Bundesländern noch gefördert.

Warum ist EH55 noch relevant für Bauherren?

Wer 2026 baut und KfW-Neubauförderung (Programm 297) will, muss EH40 erfüllen. EH55 allein reicht für die KfW-Bundesförderung nicht aus. Dennoch ist EH55 ein sinnvoller Kompromiss: Wer kein KfW-Programm anstrebt, aber besser als GEG-Minimum bauen will, kann mit EH55 gute Energieeffizienz zu moderaten Mehrkosten erreichen.

Einige Bundesländer (z.B. Baden-Württemberg) haben eigene Förderprogramme, die auch EH55 noch begünstigen.

Beispiel

EFH 150 m², EH55 vs. EH40: Mehrkosten EH40 gegenüber EH55 typisch 8.000-18.000 EUR für bessere Dämmung und Dreifachverglasung. KfW-Zinsvorteil EH40 (Programm 297): bei 150.000 EUR Kredit und 0,4 % besserem Zinssatz über 10 Jahre ca. 6.000 EUR Ersparnis. Energieverbrauch: EH55 ca. 35-45 kWh/(m²a), EH40 ca. 25-35 kWh/(m²a).

Verwandte Begriffe

  • Effizienzhaus 40 - aktueller KfW-Förderstandard für Neubauten
  • EH55 Förderung - aktuelle Fördermöglichkeiten für EH55
  • GEG - gesetzlicher Mindeststandard (entspricht etwa EH75-EH100)
  • Effizienzhaus - Überblick aller KfW-Energiestandards
Hausbau Journal Redaktion

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