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Glossar

Effizienzhaus 40

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet Effizienzhaus 40 beim Hausbau?

Die „40" steht für 40 % des Primärenergiebedarfs im Vergleich zu einem normierten GEG-Referenzgebäude. Das Referenzgebäude hat per Definition den Primärenergiebedarf 100 % - ein EH40 braucht also 60 % weniger Primärenergie. Der Transmissionswärmeverlust H'T darf maximal 55 % des Referenzwertes betragen.

Um EH40 zu erreichen, braucht man typischerweise:

  • Sehr gute Gebäudehülle: U-Werte Außenwand 0,15-0,20 W/(m²K), Dach 0,10-0,15 W/(m²K)
  • Dreifachverglasung mit Uw ≤ 1,0 W/(m²K)
  • Erneuerbare Heizung: Wärmepumpe oder Pelletheizung
  • Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Luftdichtheitsschicht (Blower-Door-Test n50 ≤ 1,0 h⁻¹)

Zusatzvariante EH40 NH (Nachhaltigkeitsklasse): höhere Förderung, erfordert zusätzlich ein Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) von einem zertifizierten Nachhaltigkeitsauditor.

Warum ist EH40 wichtig für Bauherren?

EH40 ist seit 2023 der Mindeststandard für KfW-297-Förderung (Klimafreundlicher Neubau). Wer KfW-Kredit zu Vorzugskonditionen will, kommt an EH40 nicht vorbei. Gleichzeitig sind die Mehrkosten gegenüber dem GEG-Mindeststandard (EH55) noch überschaubar: ca. 10.000-25.000 EUR für ein typisches EFH - die durch niedrigere Heizkosten und KfW-Zinsvorteile langfristig ausgeglichen werden.

Beispiel

EFH 150 m² Wohnfläche, EH40: Jahresheizwärmebedarf ca. 25-35 kWh/(m²a) = 3.750-5.250 kWh/a gesamt. Mit Luft-Wasser-Wärmepumpe, JAZ 3,5: Stromverbrauch für Heizung ca. 1.070-1.500 kWh/a = 320-450 EUR/a bei 0,30 EUR/kWh. Vergleich EH55: ca. 450-600 EUR/a. Einsparung EH40 vs. EH55: ca. 130-150 EUR/a.

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