Was bedeutet BEG beim Hausbau?
Die BEG wurde 2021 eingeführt und fasst die früheren Förderprogramme für Gebäude zusammen. Sie gliedert sich in drei Teilprogramme:
- BEG WG (Wohngebäude): Neubau und Sanierung von Wohngebäuden - hier laufen die KfW-Programme 297/298 für den Klimafreundlichen Neubau.
- BEG NWG (Nichtwohngebäude): Büros, Gewerbe, öffentliche Gebäude.
- BEG EM (Einzelmaßnahmen): Heizungstausch, Dämmung, Fenster - vom BAFA als Direktzuschuss gefördert.
Für Bauherren eines Neubaus ist vor allem das BEG WG relevant. Über das KfW-Programm 297 (Klimafreundlicher Neubau) können Bauherren Kredite bis 150.000 EUR je Wohneinheit zu vergünstigten Konditionen erhalten, wenn das Gebäude den Effizienzhaus-40-Standard erreicht und die Anforderungen des GEG übertrifft.
Warum ist die BEG wichtig für Bauherren?
Die BEG-Förderbedingungen ändern sich regelmäßig - Fördersätze wurden seit 2022 mehrfach angepasst. Bauherren sollten vor Planungsbeginn den aktuellen Stand bei der KfW prüfen, da die Konditionen direkt die Wirtschaftlichkeit einer energieeffizienten Bauweise beeinflussen.
Wichtig: BEG-Mittel müssen vor Baubeginn beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden nicht akzeptiert. Ein Energieeffizienz-Experte (EEE) muss die Planung begleiten - dieser ist Voraussetzung für die Förderung.
Beispiel
Neubau EFH, Effizienzhaus 40 NH (Nachhaltigkeitsklasse), 2026: KfW-297-Kredit bis 150.000 EUR zu einem Zinssatz, der deutlich unter dem Marktüblichen liegt. Bei einem Marktzins von 3,8 % und einem KfW-Zinsvorteil von 0,5 Prozentpunkten ergibt sich über 10 Jahre Zinsbindung eine Einsparung von rund 7.500 EUR gegenüber einer Standardfinanzierung.
Verwandte Begriffe
- KfW-Förderung - Überblick über alle KfW-Programme
- KfW 297/298 - die wichtigsten BEG-Neubau-Programme
- Effizienzhaus 40 - der geförderte Neubau-Standard
- GEG - gesetzliche Energieanforderungen als Mindeststandard
- Energieeffizienz - Überblick Energiestandards beim Hausbau