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Gartentor

Gartentor 2026: kaufen, einbauen, automatisieren

Drehtür, Schiebetor, elektrisch oder manuell - was ein Gartentor kostet und wann sich ein Antrieb lohnt.

300-3.000€je nach Ausstattung
Drehtürgünstigste Option
Schiebetorplatzsparend im Schwung
genehmigungsfreiüblicherweise

Gartentor-Typen

Eintüriges Drehtür (Gartentor einteilig): Günstigste und einfachste Option. Ein Flügel, angeschlagen an einem Pfosten. Breite bis ca. 1,5m. Darüber wird der Flügel zu schwer und kann sich verziehen. Für normalen Personenzugang ausreichend.

Zweitüriges Drehtor (Torflügel): Zwei Flügel öffnen nach innen oder außen. Breiten von 2-5m möglich. Für Fahrzeugzufahrten. Stabile Pfosten mit tiefer Betonierung nötig (je Flügel 1 Pfosten).

Schiebetor: Flügel schiebt seitlich entlang einer Schiene. Kein Schwingbereich nötig, daher ideal bei beengten Verhältnissen. Nachteil: benötigt Platz seitlich für den aufgeschobenen Flügel. Elektrisch angetrieben fast immer empfehlenswert (manuelles Schieben bei breiten Toren schwer).

Selbsttragendes Schiebetor (freitragend): Schiebt auf einem Ausleger ohne Bodenführung. Gut bei abgesenkten Einfahrten oder Pflaster ohne Schiene. Teurer als Normalschiebetor.

Materialien

Material Preis-Bereich Pflege Lebensdauer
Holz (Lärche, Kiefer) 200-600€ ölen alle 3-4 Jahre 15-20 Jahre
Stahl (verzinkt+beschichtet) 300-900€ wartungsfrei 25-35 Jahre
Aluminium (pulverbeschichtet) 500-2.000€ wartungsfrei 30-40 Jahre
Schmiedeeisen 600-3.000€ lackieren alle 10 Jahre 50+ Jahre

Kosten 2026: Beispiele

Gartentor einteilig (1,0×1,2m, Stahl, anthrazit): Material 180-350€, Pfosten + Einbetonierung 100-200€, Montage 100-200€ → Gesamt 380-750€.

Schiebetor (4,0m, Aluminium, motorisiert): Tor 1.200-2.500€, Antrieb + Schiene 600-1.200€, Elektriker 200-400€, Montage 300-600€ → Gesamt 2.300-4.700€.

Elektrischer Antrieb: wann lohnt er sich?

Für Schiebetore ab 2m Breite ist ein Antrieb praktisch Pflicht - manuelles Schieben ist bei größeren Metalltoren zu schwer. Bei Drehtoren ab 2 Flügeln oder häufiger täglicher Nutzung ebenfalls sinnvoll.

Antriebsarten:

  • Arm-Antrieb (Drehtore): Zwei Hydraulikarme, je ein Arm pro Flügel. Langsameres Öffnen, günstig (300-600€/Set). Hersteller: CAME, Faac, BFT
  • Schienenantrieb (Schiebetore): Motor zieht Tor über Zahnstange. Schneller als Armantrieb. 400-800€/Set
  • Extras: Videoklingel-Integration (200-500€), Zeitschaltuhr, Codes/App-Steuerung

Einbau und Montage

Pfosten sind das wichtigste Element. Dünne oder flach einbetonierte Pfosten verbiegen sich mit der Zeit - das Tor schließt dann nicht mehr richtig. Empfehlung: Ø100mm Rundrohr oder 80×80mm Vierkantrohr, 80-100cm tief in C20-Beton eingebaut. Einbautiefe unter Frostgrenze.

Beim Drehtoreinbau: Torblatt nicht zu lang über den Pfosten hinausragen lassen (Hebel → Belastung der Scharniere). Maßregel: pro 10cm Überhang auf der torfreien Seite schwindet die Lebensdauer der Scharniere merklich.

Häufige Fragen zum Gartentor

Was kostet ein Gartentor mit Antrieb?

Ein Gartentor (1,5m Breite, Aluminium, zweiflügelig) mit elektrischem Antrieb und Fernbedienung kostet inkl. Montage ca. 1.200-2.500€. Ohne Antrieb (manuell): 500-1.200€. Holztor gleicher Größe: 400-900€ ohne Antrieb. Premium-Metalltor mit Automatik und Videoklingel: 2.500-5.000€.

Braucht ein Gartentor eine Genehmigung?

Ein normales Gartentor als Teil der Einfriedung ist in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei - es gilt als Teil der Einfriedung. Ausnahme: Tore über 2m Höhe oder als Bestandteil genehmigungspflichtiger Einfriedungsanlagen. Im Zweifelsfall beim Bauamt nachfragen.

Welches Gartentor-Material ist am langlebigsten?

Schmiedeeisen: 50+ Jahre, aber Pflege (Lackieren alle 5-10 Jahre). Aluminium (pulverbeschichtet): 30-40 Jahre, wartungsfrei. Stahl (verzinkt+beschichtet): 25-35 Jahre. Holz (Bangkirai, Lärche): 15-25 Jahre mit Pflege. Für minimalen Pflegeaufwand: Aluminium oder Stahl pulverbeschichtet.

Hausbau Journal Redaktion

Der unabhängige Hausbau-Ratgeber für private Bauherren in Deutschland. Recherchiert aus Primärquellen, ergänzt durch eigene Bauerfahrung und Bauherren-Interviews. Mehr über die Redaktion →