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Energieeffizienz

PV Kosten 2026 - Modulpreise und Komplettanlagen

Aktuelle Marktpreise für Module, Wechselrichter, Speicher und Komplettanlagen, plus 0-Prozent-MwSt und Wirtschaftlichkeit.

Hausbau Journal Redaktion
Stand: 29. April 2026 17 Min Lesezeit
PV-Anlage auf Süddach mit Hausanschluss - PV Kosten 2026
PV-Modulpreise 2026 sind seit 2022 um 40 Prozent gefallen, Komplettanlagen werden zunehmend wirtschaftlicher.
28 ct
Modulpreis Medianpro Wp 2026
26.000 €
Median 14 kWp + 12 kWhnetto Komplettanlage
8-12 J.
Amortisationmit Speicher und Eigenverbrauch

Modulpreise 2026 pro Wp

Modul-TypWirkungsgradPreis pro WpModul 415 Wp Listenpreis
Standard monokristallin20-22 %23-30 ct95-125 €
Premium TOPCon22-23 %30-40 ct125-165 €
Top HJT (Heterojunction)23-24 %40-55 ct165-230 €
Premium Glas-Glas22-23 %45-60 ct185-250 €
Bifaziale Module22-23 %40-55 ct165-230 €

Stand: April 2026. Preise als Großhandels-Listenpreise. Endkunden-Preise inklusive Installation deutlich höher.

Wechselrichter-Kosten

Wechselrichter-TypLeistungPreis
String-Wechselrichter Standard5-7 kW1.500-2.500 €
String-Wechselrichter Premium10-15 kW2.500-4.000 €
Hybrid-Wechselrichter mit Speicher-Schnittstelle10-15 kW3.000-4.500 €
SolarEdge mit Optimierern10-15 kW3.500-5.500 €
Mikro-Wechselrichter (pro Modul)400 W180-280 €

Speicher-Kosten

KapazitätKomplettpreis nettoPro kWh
5 kWh4.000-5.000 €800-1.000 €/kWh
10 kWh6.500-8.500 €650-850 €/kWh
12 kWh7.000-9.500 €580-790 €/kWh
15 kWh8.250-11.250 €550-750 €/kWh
20 kWh10.000-14.000 €500-700 €/kWh

Komplettanlagen-Preise

AnlagengrößeKosten ohne SpeicherMit 1-kWh/kWp-Speicher
5 kWp7.500-10.000 €11.500-15.000 €
10 kWp13.500-17.000 €20.000-25.500 €
14 kWp17.500-21.000 €24.500-30.000 €
18 kWp21.000-26.000 €30.000-37.000 €
22 kWp25.000-31.500 €35.000-44.500 €

Stand: April 2026. Komplettanlagen netto inkl. Module, Wechselrichter, Montage, Anmeldung. Mit 0-Prozent-MwSt-Regelung im Neubau direkt netto bezahlbar.

0-Prozent-MwSt-Regelung

Seit 2023 gilt für PV-Anlagen unter 30 kWp die Null-MwSt-Regelung: keine Mehrwertsteuer auf Module, Wechselrichter und Speicher. Auch Installation ist mehrwertsteuerfrei, wenn als Komplettpaket abgerechnet. Konkret spart das gegenüber Brutto-Preisen 19 Prozent.

Voraussetzungen

  • Anlage unter 30 kWp
  • Auf oder am Wohngebäude oder öffentlichen Gebäude
  • Privatperson oder Kleinunternehmer (keine MwSt-Pflicht)
  • Komplettpaket aus einer Hand (sonst Diskussion mit Finanzamt)

Auswirkung auf Preisniveau

Eine 14-kWp-Anlage mit 12-kWh-Speicher kostet 26.000 € netto - das ist auch der Endpreis ohne MwSt. Vor 2023 wäre der Bruttopreis 30.940 € gewesen. Ersparnis 4.940 € durch die Null-MwSt.

Einspeisevergütung 2026

AnlagengrößeVergütung pro kWh
Bis 10 kWp Anteil8,1 ct
10-40 kWp Anteil7,0 ct
40-100 kWp Anteil5,7 ct
Volleinspeisung-Bonus+ 4-5 ct

Vergütung garantiert für 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Bei 14-kWp-Anlage Mischtarif aus 8,1 ct (erste 10 kWp) und 7,0 ct (4 kWp Anteil) - effektiv rund 7,8 ct/kWh.

20-Jahres-Bilanz

Annahme: 14-kWp-Anlage mit 12-kWh-Speicher, 13.500 kWh Jahresertrag, 70 % Eigenverbrauchsquote, Strompreis 35 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,8 ct/kWh, 3 % Strompreis-Steigerung pa.

  • Investition netto: 26.000 €
  • Eigenverbrauch (70 %): 9.450 kWh × Strompreis
  • Einspeisung (30 %): 4.050 kWh × 7,8 ct = 316 €
  • Stromkosten gespart Jahr 1: 9.450 × 35 ct = 3.308 €
  • Plus Einspeisung Jahr 1: 316 €
  • Wartung pro Jahr: 80 €
  • Versicherung pro Jahr: 50 €
  • Netto-Vorteil Jahr 1: 3.494 €
  • Mit Strompreis-Steigerung über 20 Jahre: rund 95.000 € Stromkosten gespart plus 6.300 € Einspeisung = 101.000 € Brutto-Vorteil
  • Minus Investition 26.000 € minus Wartung/Versicherung 2.600 € = 72.400 € Netto-Gewinn über 20 Jahre

Preisentwicklung 2022-2026

  • 2022: Modulpreise 45-55 ct/Wp, 14-kWp-Komplettanlage netto 22.000-28.000 €
  • 2023: 35-45 ct/Wp, Komplettanlage 18.000-24.000 €
  • 2024: 28-38 ct/Wp, Komplettanlage 16.000-22.000 €
  • 2025: 25-32 ct/Wp, Komplettanlage 16.000-20.000 €
  • 2026: 23-30 ct/Wp, Komplettanlage 17.500-21.000 €

Modulpreise sind seit 2022 um 40 Prozent gefallen, Komplettanlagen-Preise um 25-30 Prozent. 2026 leichter Anstieg gegenüber 2025 wegen wachsender Nachfrage und stabilen Lieferketten.

Kosten pro kWp im Detail

AnlagengrößeKosten pro kWp netto
5 kWp1.500-2.000 €/kWp
10 kWp1.350-1.700 €/kWp
14 kWp1.250-1.500 €/kWp
18 kWp1.200-1.450 €/kWp
25 kWp1.100-1.350 €/kWp

Größere Anlagen haben Skaleneffekt - relativ günstigere Spezial-Preise pro kWp.

Sonderfälle Kosten

  • Indach-PV: + 30-40 % vs. Aufdach
  • Glas-Glas-Module: + 15-25 % vs. Standard
  • Bifaziale Module: + 10-20 % vs. Standard
  • Premium HJT: + 50-80 % vs. Standard
  • Solar-Carport: + 4.000-12.000 € Konstruktion plus PV
  • Fassaden-PV: + 50-100 % vs. Aufdach

Hersteller-Modulpreise

HerstellerModulWirkungsgradListenpreis 415 Wp
JinkoSolarTiger Neo N-Type22,9 %118 €
Trina SolarVertex S+22,5 %112 €
LongiHi-MO X622,8 %122 €
Q CellsQ.Tron M-G2.422,5 %132 €
Meyer BurgerWhite Premium22,2 %185 €
RECAlpha Pure-R22,3 %175 €

Wechselrichter-Hersteller im Marktcheck

HerstellerModell Hybrid 10 kWListenpreis
SMASunny Tripower 10 SE3.200 €
SolarEdgeSE10K2.700 €
FroniusSymo GEN24 Plus 103.500 €
HuaweiSUN2000 10KTL-M12.400 €
SungrowSH10RT2.100 €
KOSTALPlenticore Plus 103.300 €

Speicher-Hersteller

HerstellerModell 10 kWhListenpreis brutto
BYDBattery-Box Premium HVS 10.26.800 €
sonnensonnenBatterie 10 / 10 kWh11.500 €
E3/DCS10 X Pro 10 kWh9.800 €
SenecSenec Home V3 10 kWh7.200 €
TeslaPowerwall 3 (13,5 kWh)9.500 €
HuaweiLUNA2000 10 kWh6.400 €

Stand: April 2026. Brutto-Listenpreise. Mit 0-Prozent-MwSt-Regelung effektiv 19 Prozent niedriger.

Installations-Kosten im Detail

  • Aufdach-Montage 14 kWp: 4.000-6.000 €
  • Indach-Montage 14 kWp: 6.000-9.000 €
  • Verkabelung und DC-Schutz: 1.500-2.500 €
  • Wechselrichter-Anschluss: 800-1.500 €
  • Speicher-Installation: 600-1.200 €
  • Anmeldung Marktstammdatenregister: 200-400 €
  • Gerüst (falls nicht vom Hausbau enthalten): 1.500-3.000 €

Laufende Kosten

  • Versicherung Elementarschutz: 80-200 € pa
  • Wartung und Service-Pauschale: 100-200 € pa
  • Modul-Reinigung optional alle 3-5 Jahre: 200-400 €
  • Wechselrichter-Tausch nach 12-15 Jahren: 2.500-4.500 €
  • Speicher-Tausch nach 12-15 Jahren: 6.000-9.000 €

Finanzierung der PV-Anlage

Im Neubau wird die PV-Anlage über den Hauskredit finanziert. Im Bestand bietet KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard) zinsverbilligte Kredite. Aktueller Zinssatz April 2026: 1,9-2,3 Prozent. Tilgungszeit 5-30 Jahre. Hausbankkredite oft 4-5 Prozent, kürzere Laufzeit.

Lokale PV-Förderung

Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche PV-Förderung. Bayern (PV-Speicher-Programm bis 700 €/kWh), Baden-Württemberg, NRW, Berlin und Hamburg haben aktive Programme. Aktuelle Konditionen beim regionalen Energieagentur-Berater erfragen.

Anbieter-Typen

Zwei Hauptkategorien:

  • Lokale Solar-Installateure: Handwerksbetriebe mit PV-Schwerpunkt. Persönliche Beratung, regionaler Service. Preise oft Premium.
  • Online-Anbieter: 1Komma5°, Enpal, Zolar, Eigensonne. Online-Konfiguration, Festpreis, eigene Installations-Partner. Preise oft günstiger durch Skalen-Effekt.

Vergleichs-Tipps

  • Mindestens 3 Angebote auf gleicher Modul-Spezifikation
  • Komplettpreis verhandeln, nicht Einzelteile
  • Schriftliche Ertragsprognose im Angebot fordern
  • Garantiebedingungen (25 Jahre Module, 10 Jahre Wechselrichter) prüfen
  • Service-Verfügbarkeit und Reaktionszeit checken
  • Sonderaktionen und Saison-Boni prüfen

Zukunfts-Prognose Modulpreise

Bis 2030 erwartet weitere Modulpreis-Senkung um 15-25 Prozent. Speicherpreise werden um 30-40 Prozent sinken. Wirkungsgrade steigen auf 25-26 Prozent. Wer 2026 baut, bekommt schon gute Preis-Leistung, profitiert aber bei späterer Erweiterung von noch günstigeren Modulen.

PV im Bestand zubauen

Im Bestand ist nachträglicher PV-Einbau einfacher als gedacht: Aufdach-Montage erfordert keinen großen Eingriff. Mehrkosten gegenüber Neubau-Installation: 1.500-3.000 € für separates Gerüst und Vorab-Inspektion der Statik. Mit 0-Prozent-MwSt seit 2023 deutlich günstiger als früher.

Amortisations-Rechnung Detail

Ein 14-kWp-Anlage mit 12-kWh-Speicher kostet netto 26.000 €. Eingesparte Stromkosten plus Einspeisung Jahr 1: 3.494 €. Linear: 7,4 Jahre Amortisation. Mit Strompreis-Steigerung 3 % pa und 0,5 % Modul-Degradation: dynamische Amortisation 6,5-7 Jahre. Nach Amortisation 13-14 Jahre Netto-Gewinn rund 50.000-70.000 €.

Stromgestehungskosten

Die Stromgestehungskosten einer PV-Anlage liegen 2026 bei rund 8-12 ct/kWh über die Lebensdauer. Im Vergleich: Strompreis 35 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,8 ct/kWh. Differenz Strompreis-Stromgestehung pro kWh ist der Eigenverbrauchs-Vorteil. Wer maximal Eigenverbrauch betreibt, profitiert maximal.

Preisspanne zwischen Anbietern

Marktrecherche bei 6 Anbietern für identische 14-kWp-Anlage mit 12-kWh-Speicher zeigt Preisspanne von 4.000-7.000 € netto. Günstigste Angebote bei Online-Anbietern wie 1Komma5° oder Eigensonne, höchste bei lokalen Premium-Installateuren mit personalisierter Beratung. Mindestens 3 Angebote vergleichen lohnt sich deutlich.

Qualitäts-Merkmale prüfen

  • Modul-Wirkungsgrad über 22 %
  • 25 Jahre Leistungsgarantie auf 87,5 % Restleistung
  • Wechselrichter mit 10 Jahre Standardgarantie
  • Speicher mit 10 Jahre Garantie auf 80 % Kapazität
  • Hagelklasse 4 für Module
  • SG-Ready-Schnittstelle für Wärmepumpen-Steuerung
  • Smart-Home-API für Eigenverbrauchsoptimierung

Praxisbeispiele

Beispiel 1: Standard-Familie

Vier-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe, ein E-Auto. 14-kWp-Süddach-Anlage mit 12-kWh-Speicher. Komplettpreis 26.000 € netto. Über 20 Jahre Stromkosten-Ersparnis und Vergütung 100.000 € brutto. Netto-Gewinn rund 70.000 €.

Beispiel 2: Großfamilie

Sechs Personen, zwei E-Autos. 22-kWp-Anlage mit 18-kWh-Speicher. Komplettpreis 38.000 € netto. Eigenverbrauchsquote 80 Prozent. Über 20 Jahre Stromkosten gespart 130.000 €. Netto-Gewinn 90.000 €.

Beispiel 3: Premium-Bauherr

18-kWp-Indach mit Glas-Glas-Modulen, 15-kWh-Speicher mit Notstromfunktion. Komplettpreis 42.000 €. Höhere Investition durch Premium-Komponenten, dafür längere Lebensdauer und höherer Immobilien-Wertzuwachs.

Markt-Trend 2026 im Detail

Der PV-Markt 2026 zeigt: stabile Preise, hohe Verfügbarkeit, Lieferzeiten 2-6 Wochen. Module aus chinesischer Produktion dominieren mit 80 Prozent Marktanteil, deutsche und europäische Hersteller (Meyer Burger, REC, Bauer Solar) im Premium-Segment. Hybrid-Wechselrichter und Lithium-Eisenphosphat-Speicher Standard. Smart-Home-Integration zunehmend Mainstream. Wer 2026 baut, profitiert von einem reifen Markt mit klaren Standards.

Langfristige Wirtschaftlichkeit

Über 25 Jahre Lebensdauer der PV-Anlage liegt der Strompreis-Schutz im Vordergrund. Wenn der Strompreis von 35 ct/kWh in 2026 bis 2046 auf 60-70 ct/kWh steigt (3 % pa), spart die PV-Anlage in den späten Lebensjahren überproportional viel. Die Investition heute schützt vor Stromkosten-Inflation morgen.

Versicherung im Detail

Wohngebäudeversicherung schließt PV-Anlage typisch automatisch ein, wenn fest am Bauwerk montiert. Schadensfälle: Sturm, Hagel, Blitz, Diebstahl, Tierbiss. Bei großen Anlagen (über 30 kWp) zusätzliche PV-Versicherung sinnvoll. Aufpreis 80-200 € pa für Premium-Schutz mit Ertragsausfall-Versicherung.

Praxis-Erfahrungen 2025

Aus Markt-Auswertungen 2025: Komplettanlagen wurden in 2-4 Wochen montiert, Inbetriebnahme zuverlässig pünktlich. Erträge entsprechen Prognose innerhalb 5 Prozent. Hauptprobleme: verzögerte Smart-Meter-Installation durch Netzbetreiber, nachträgliche Anmeldung im Marktstammdatenregister. Wer einen erfahrenen Installateur wählt, hat diese Themen automatisch im Service.

Praxis-Tipps zur Bestellung

  1. Bedarfsanalyse: Stromverbrauch, Wärmepumpen-Strom, EV-Strom.
  2. Mindestens 3 Angebote auf gleicher Modulauswahl-Basis.
  3. Auf 0-Prozent-MwSt-Regelung achten - alles in Komplettpaket.
  4. Schriftliche Ertragsprognose mit PVGIS oder Hersteller-Tool.
  5. Garantiebedingungen genau prüfen (25 Jahre Module, 10 Jahre Wechselrichter, 10 Jahre Speicher).
  6. Marktstammdatenregister-Anmeldung im Komplettpaket.
  7. Smart-Meter und EEG-Vergütungs-Antrag im Anbieter-Service.
  8. Wartungs-Optionen klären.

Kosten im Bestand

Im Bestand kostet die nachträgliche PV-Installation 1.500-3.000 € mehr als im Neubau (Gerüst, Spezial-Befestigung). Mit 0-Prozent-MwSt netto deutlich günstiger als vor 2023. KfW 270 Zinsverbilligung möglich. Amortisations-Zeit ähnlich wie im Neubau, da gleiche Komponenten und gleiche Vergütung.

Ausblick 2030

Bis 2030 erwartet:

  • Modulpreise weitere Senkung um 15-25 Prozent
  • Speicherpreise Senkung um 30-40 Prozent
  • Wirkungsgrade auf 25-26 Prozent
  • Bidirektionales Laden V2H Standard
  • Smart-Meter-Rollout abgeschlossen
  • Dynamische Tarife in der Breite
  • Bundesweite PV-Pflicht im Neubau

Wer 2026 baut, kauft solide aktuelle Technik mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei späterer Erweiterung kann von noch günstigeren Modulen profitiert werden.

Bauausführung der Installation

Eine 14-kWp-Anlage wird typisch in 1-2 Tagen installiert: Montagesystem auf Dach, Module einlegen, DC-Verkabelung. Wechselrichter und Speicher im HWR aufstellen, AC-Anschluss und Inbetriebnahme. Bei Indach-Montage zusätzlich 1-2 Tage für Dachhaut-Anpassung. Im Neubau idealerweise gleich mit Dacheindeckung montieren - das spart Gerüstkosten und Schnittstellen-Aufwand.

Lokale PV-Förderprogramme

Aktuelle Programme nach Bundesländern (Stand April 2026):

  • Bayern: 10.000-Häuser-Programm, PV-Speicher-Bonus 200-700 €/kWh.
  • Baden-Württemberg: Klima-Innovation-Programm mit PV-Boni.
  • NRW: Bezirks-Programme variieren stark.
  • Berlin: Solar Plus mit Zuschüssen für Speicher.
  • Hamburg: Solar-Förderprogramm 200 €/kWp.
  • Niedersachsen: Speicher-Förderung über N-Bank.

Programme ändern sich häufig - bei aktueller Energieagentur prüfen.

Finanzierungs-Optionen 2026

Drei Hauptwege:

  • Eigenmittel: einfachste Lösung, Vollverfügung über Anlage und Erträge.
  • KfW 270: zinsverbilligter Kredit für Erneuerbare Energien. Aktueller Zinssatz April 2026: 1,9-2,3 Prozent. Tilgung 5-30 Jahre. Mit der jährlichen Strom-Ersparnis amortisiert sich die Tilgung weitgehend.
  • Hausbankkredit: 4-5 Prozent Zinssatz, kürzere Laufzeit. Ergänzend zum Hauptkredit.
  • Mietmodell (z.B. Enpal): keine Großinvestition, monatliche Miete. Über 20 Jahre teurer als Kauf, aber liquiditätsschonend.

Hauspaket-Kostenrelation

Eine 14-kWp-PV-Anlage mit Speicher entspricht 5-7 Prozent der Gesamtbaukosten eines typischen 140-m²-EH-55-Hauses (Bausumme rund 400.000-450.000 €). Ein vergleichsweise kleiner Posten mit hohem wirtschaftlichem Hebel über 20-25 Jahre.

Strompreis-Sensitivität

Die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage hängt direkt vom Strompreis ab. Bei 35 ct/kWh aktuell ist die Anlage attraktiv. Bei 45 ct/kWh in 5 Jahren (Annahme moderate Preissteigerung) wird sie noch attraktiver. Bei sinkenden Strompreisen (unwahrscheinlich) sinkt die Wirtschaftlichkeit. Wer 2026 baut, muss von steigenden Strompreisen ausgehen - PV ist also Inflations-Schutz.

Speicher-Ladekapazität nach Anlagengröße

PV-AnlageEmpfohlener SpeicherEigenverbrauchsquote
5 kWp5-7 kWh50-60 %
10 kWp10-12 kWh60-70 %
14 kWp12-15 kWh65-75 %
18 kWp15-18 kWh70-78 %
22 kWp18-22 kWh75-82 %

Balkonkraftwerke als günstige Lösung

Steckerfertige Balkonkraftwerke bis 800 W kosten 400-1.000 € komplett. Anmeldung im Marktstammdatenregister, ab 800 W Vorgaben durch Stromnetzbetreiber. Amortisation 4-6 Jahre durch Eigenverbrauch. Im Standard-Wohnhaus eher eine Ergänzung, in Mietwohnungen oft die einzige PV-Option.

Mit E-Auto und PV: Auto-Stromkosten

Eine 14-kWp-Anlage mit Wallbox-Optimierung deckt typisch 70-80 Prozent des E-Auto-Strombedarfs aus eigener PV. Bei 15.000 km/Jahr und 18 kWh/100 km also 2.700 kWh Bedarf, davon rund 2.000 kWh aus PV (kostenlos), 700 kWh aus Netz (245 €). Vergleich öffentliches Laden: 2.700 kWh × 50 ct = 1.350 €. Differenz pa: über 1.000 €. Über 10 Jahre 10.000+ €.

Modul-Zertifikate prüfen

Förderfähige Module brauchen IEC 61215 (Leistung), IEC 61730 (Sicherheit), VDE-Zeichen und Hagelklasse 4 als Standard. Premium: PVEL-Zuverlässigkeitstests, Glas-Glas-Bauweise mit 30 Jahren Garantie. Bei Auswahl Datenblätter mit allen Zertifikaten verbindlich verlangen.

Installateur-Qualität prüfen

  • SHK-Innung oder Solarbeauftragten-Liste der Energieagentur
  • VDE-Zertifizierung für PV-Installationen
  • Mindestens 50 vergleichbare Anlagen Referenzen
  • Eigene Bauüberwachung mit Foto-Dokumentation
  • Schriftliche Ertragsprognose nach PVGIS oder hauseigenem Tool
  • Garantieleistungen bei Mindestertrag schriftlich

KI- und Smart-Optimierung

Smart-Energie-Management-Systeme (SMA Smart Connected, SolarEdge One, Tibber Pulse) optimieren den Eigenverbrauch automatisch. Investition rund 1.500-3.500 € extra, Mehrwert in höherer Eigenverbrauchsquote (10-20 Prozent über klassische Steuerung). Über 20 Jahre Mehrwert 5.000-10.000 € durch zusätzlichen Eigenverbrauch.

PV vs. Kleinwindkraft

Im Wohnbau ist PV der Standard. Kleinwindkraft (1-5 kW Windrad) ist Nische - hohe Investition (15.000-40.000 €), niedrige Erträge in den meisten Regionen. PV liefert 5-10x mehr Energie pro Euro Investition. Kleinwindkraft lohnt nur in sehr windreichen Lagen (Küste, Höhenlagen).

Komponenten-Aufschlüsselung 14 kWp

Eine vollständige 14-kWp-Anlage mit Speicher hat folgende Hauptkomponenten:

  • 34 Module à 415 Wp (Standard monokristallin)
  • Hybrid-Wechselrichter 12-15 kW mit MPP-Tracker
  • Montagesystem mit Dach-Hooks und Schienen
  • DC-Verkabelung mit Steckverbindern
  • AC-Verkabelung zum Hausverteiler
  • FI-Schutzschalter Typ B für Wechselrichter-Anschluss
  • Speicher 12 kWh Lithium-Eisenphosphat
  • BMS-Steuerung integriert in Speicher
  • Smart-Meter (ab 7 kWp Pflicht)
  • Energiemanagement-Software
  • Optional: Notstrom-Box

Online-Anbieter im direkten Vergleich

Anbieter14-kWp + 12 kWh komplettLieferzeit
1Komma5°26.500 €4-6 Wochen
Enpal (Miete)140 €/Monat über 20 Jahre3-5 Wochen
Zolar27.000 €4-8 Wochen
Eigensonne25.500 €4-6 Wochen
Lokaler Fachbetrieb28.000-32.000 €6-10 Wochen

Kostenrechnung im Detail

14-kWp-Anlage Detail-Bilanz

  • 34 Module à 415 Wp = 14.110 Wp - Modulkosten 28 ct/Wp = 3.951 €
  • Hybrid-Wechselrichter 12 kW: 3.300 €
  • Montagesystem (Aufdach): 2.200 €
  • Verkabelung DC und AC: 1.800 €
  • Speicher 12 kWh: 8.500 €
  • Installation und Einrichtung: 4.500 €
  • Anmeldung und Inbetriebnahme: 800 €
  • Marktstammdatenregister: 200 €
  • Gesamt netto: 25.251 €
  • Mit 0-Prozent-MwSt: 25.251 € Endpreis

PV-Bestand-Anlage Vergleich

Wer eine alte PV-Anlage hat (vor 2010), bekommt noch hohe Einspeisevergütung von 30-50 ct/kWh - das ist günstiger als Eigenverbrauch. Bei Anlagen ab 2012-2014 typisch 15-25 ct/kWh, gleichauf mit Eigenverbrauch. Ab 2020 lohnt nur Eigenverbrauch maximieren.

FAQ - PV Kosten 2026

Was kostet PV-Modul pro Wp 2026?
Standard-Module 23-30 ct/Wp, Premium-Module 35-45 ct/Wp, Top-Module mit HJT-Technologie 50-65 ct/Wp. Bei 14 kWp Anlage 14.000 Wp x 28 ct = 3.920 € reine Modulkosten. Marktbest 2026 für Standard-Module rund 23 ct/Wp.
Was kostet eine 14-kWp-Komplettanlage 2026?
Komplettanlage mit Hybrid-Wechselrichter und Montage netto 17.500-21.000 €. Mit 12-kWh-Speicher zusätzlich 7.000-9.000 €. Gesamt netto 24.500-30.000 €. Im Neubau mit 0-Prozent-MwSt deutlich günstiger als Bestand.
Speicher: pro kWh teurer oder günstiger?
Spezifische Speicher-Kosten 2026: 5 kWh 800-1.000 €/kWh, 10 kWh 650-850 €/kWh, 15 kWh 550-750 €/kWh, 20 kWh 500-700 €/kWh. Größere Speicher haben bessere Spezial-Preise. Hybrid-Wechselrichter mit Speicher-Modul oft günstiger als getrennte Komponenten.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung?
Anlagen unter 10 kWp 8,1 ct/kWh, Anteile 10-40 kWp 7,0 ct/kWh. Vergütung garantiert für 20 Jahre. Volleinspeisung-Bonus 5 ct extra, lohnt sich aber selten.
Lohnt sich PV finanziell?
Ja. Mit 14-kWp-Anlage und 12-kWh-Speicher amortisiert sich die Investition in 8-12 Jahren. Über 20 Jahre Lebensdauer Netto-Gewinn 30.000-40.000 € (eingesparte Stromkosten plus Vergütung). Mit 0-Prozent-MwSt-Regelung im Neubau besonders attraktiv.
Hausbau Journal Redaktion

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