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Glossar

g-Wert

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet g-Wert beim Hausbau?

Der g-Wert ist der Gegenspieler zum U-Wert. Der U-Wert beschreibt den Wärmeverlust durch das Glas (kleiner = besser im Winter), der g-Wert den solaren Wärmegewinn (größer = mehr passive Solarenergie im Winter, aber auch mehr Hitze im Sommer).

Für die Energiebilanz eines Gebäudes gilt: Im Winter sind hohe g-Werte bei Südfenstern vorteilhaft (kostenlose Solarenergie), im Sommer stören sie durch Überhitzung. Die optimale Strategie je nach Ausrichtung:

  • Süd-Fassade: Hoher g-Wert (0,55-0,65) plus außenliegender Sonnenschutz (Rollladen, Markise).
  • Ost/West-Fassade: Mittlerer g-Wert (0,45-0,55).
  • Nord-Fassade: g-Wert weniger relevant, da kaum Sonneneinstrahlung.
  • Großes Glasdach/Wintergarten: Sonnenschutzverglasung mit g-Wert 0,25-0,35 notwendig.

Warum ist der g-Wert wichtig für Bauherren?

Ein Haus mit vielen Südfenstern und hohem g-Wert ohne außenliegenden Sonnenschutz überhitzt im Sommer. Der sommerliche Wärmeschutz ist seit dem GEG gesetzlich nachzuweisen - wer zu viel Glasfläche mit zu hohem g-Wert plant, muss aktiv kühlen oder Sonnenschutzgläser verwenden.

Beispiel

Wohnzimmer Südfassade, 15 m² Glasfläche, g-Wert 0,60: An einem Sommertag mit 800 W/m² Sonneneinstrahlung gelangen 15 × 800 × 0,60 = 7.200 W = 7,2 kW Wärme ins Zimmer. Mit außenliegendem Rollladen wird der effektive g-Wert auf etwa 0,06 gesenkt = nur noch 720 W. Gleiche Verglasung, aber Sonnenschutzverglasung g = 0,30 ohne Rollladen: 3.600 W - immer noch warm, aber deutlich besser.

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