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Glossar

Eigenverbrauch

Stand: 30. April 2026

Was bedeutet Eigenverbrauch beim Hausbau?

Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des erzeugten PV-Stroms direkt im Gebäude verbraucht wird. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote eines typischen EFH bei 25-35 % - der Rest wird eingespeist. Mit einem Batteriespeicher steigt die Quote auf 60-80 %. Mit einer Wärmepumpe als zusätzlichem Großverbraucher auf 50-70 % ohne Speicher.

Da Eigenverbrauch wirtschaftlich deutlich attraktiver ist als Einspeisung (Netzstrompreis vs. Einspeisevergütung), lohnt sich die Optimierung des Eigenverbrauchs. Maßnahmen: Verbraucher zeitlich in die Mittagsstunden verschieben (Waschmaschine, Spülmaschine), Wärmepumpe und Warmwasserbereitung priorisieren, Elektrofahrzeug tagsüber laden (Wallbox).

Warum ist Eigenverbrauch wichtig für Bauherren?

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt maßgeblich von der Eigenverbrauchsquote ab. Wer eine 10-kWp-Anlage plant, sollte vor dem Kauf analysieren: Wie viel Strom verbrauche ich wann? Deckt sich die PV-Produktion mit dem Verbrauchsprofil? Eine Wärmepumpe im Haus erhöht den Tagesverbrauch im Sommer und verbessert damit die Eigenverbrauchsquote erheblich - die Kombination PV + Wärmepumpe ist synergetisch.

Beispiel

PV-Anlage 10 kWp, Jahresertrag 9.500 kWh. Ohne Speicher: Eigenverbrauch 30 % = 2.850 kWh × 0,30 EUR = 855 EUR Netzstromersparnis + 6.650 kWh Einspeisung × 0,08 EUR = 532 EUR = 1.387 EUR/a. Mit 10-kWh-Speicher: Eigenverbrauch 70 % = 6.650 kWh × 0,30 EUR = 1.995 EUR + 2.850 kWh × 0,08 EUR = 228 EUR = 2.223 EUR/a. Mehrertrag Speicher: 836 EUR/a. Speicherkosten ca. 8.000 EUR - Amortisation ca. 10 Jahre.

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